Lungenkrebs

Deutsches Zentrum Immuntherapie

Sprecher:
Prof. Dr. med. Markus F. Neurath
Prof. Dr. med. univ. Georg Schett

Bronchial- oder Lungenkarzinom

Interaktion zwischen Tumorzellen, antigen-präsentierenden Zellen, zytotoxischen T-Zellen und Zellen des Tumor-Mikromilieus. Die PD-1/PD-L1-Interaktion blockiert die Abwehrreaktion des körpereigenen Immunsystems gegenüber den Tumorzellen; diese Blockade wird durch Antikörper gegen PD-1 oder PD-L1 aufgehoben.

Das Bronchial- oder Lungenkarzinom ist eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen des Menschen. Man unterscheidet zwischen einem kleinzelligen Karzinom (small cell lung carcinoma = SCLC) und einem nichtkleinzelligem Karzinom (non small cell lung carcinoma = NSCLC), wobei letzteres sehr viel häufiger auftritt und die Untergruppen des Plattenepithelkarzinoms, des Adenokarzinoms und des großzelligen Karzinoms umfasst. Über viele Jahre war die Therapie des metastasiertes nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) gekennzeichnet von einer schlechten Prognose mit einer mittleren Überlebenszeit von weniger als einem Jahr und nur wenigen Fortschritten bei der Entwicklung neuer Therapieoptionen. Der erste große Durchbruch gelang mit der Beschreibung von onkogenen Treibermutationen und deren gezielten Behandelbarkeit mit Tyrosinkinase-Inhibitoren. Von dieser Entwicklung profitierten aber vor allem Patienten mit sporadischen Adeno-Karzinomen, während das NSCLC des Rauchers weiterhin nur mittels zytostatischer Chemotherapie behandelt werden konnte. Seit 2015 steht eine Immuntherapie des NSCLC mittels monoklonaler Antikörper gegen PD-1 und PD-L1 zur Verfügung, die inzwischen bei besserer Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen Patienten mit NSCLC unter bestimmen Voraussetzungen in der ersten Therapielinie angeboten werden kann (Abbildung). Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der immunonkologischen Therapie des NSCLC schreiten rasant voran und aktuell werden zahlreiche klinische Studien zur Immuntherapie durchgeführt .

Weitere Informationen zur Therapie erhalten Sie in der onkologischen Ambulanz der Medizin 1

 
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