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AG Pfau

Nierensteinerkrankungen sind ein häufiges und weltweit zunehmendes Problem. Der Pathomechanismus von rezidivierenden Nierensteinerkrankungen ist komplex, die therapeutischen Optionen hinsichtlich medikamentöser, d. h. prophylaktischer Maßnahmen sind stark begrenzt. Die Grundlagenforschung hat in den letzten zehn Jahren nachweisen können, dass Entzündungsprozesse eine Rolle bei der Entstehung von Nierensteinen spielen. Unterschiedliche Mechanismen spielen dabei eine Rolle, u.a. die Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies, Aktivierung von Makrophagen und des sog. NLRP (nucleotide-binding domain, leucine-rich-containing family, pyrin domain-containing)-3 Inflammasoms. Im Urin von Patienten konnte auch wiederholt eine Erhöhung entsprechender Entzündungsmarker nachgewiesen werden. Leider ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch völlig unklar, wie diese Erkenntnisse prognostisch oder therapeutisch im Menschen genutzt werden können, auch da es so gut wie keine adäquaten Tiermodelle gibt, die die klassische Pathophysiologie der menschlichen Nierensteinbildung imitieren können (Randall´s Plaques). Durch die Identifikation von Biomarkern im Rahmen einer interventionellen randomisiert-kontrollierten klinischen Studie möchten wir klären, ob entzündungshemmende Therapiestrategien wirksam die Entstehung von Nierensteinen im Menschen verhindern können.